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Ein "Ermöglichungspreis"


Kunst und Kultur zu fördern hat das Kuratorium fest in seinem Aufgabenspektrum verankert. Dafür steht ein hoch dotierter Kunstpreis, den Verena Auffermann ins Leben gerufen hat und der in seiner Ausgestaltung wohl einzigartig unter den Förderpreisen ist. Seit dem Jahr 2002 wird im Zweijahresrhythmus ein bedeutendes Kunstinstitut ausgezeichnet, das erfolgreich Gegenwartskunst vermittelt. Doch ist die Auszeichnung mit einer „Verpflichtung“ verbunden: Mit dem Preisgeld von 50.000 Euro soll gleichzeitig eine umfassende Werkschau einer herausragenden Künstlerpersönlichkeit ermöglicht werden, die sich um das Vermitteln zeitgenössischer Kunst an jüngere Künstlergenerationen verdient gemacht hat. Der Preis ist also weniger Förderpreis als ein „Ermöglichungspreis“, der in zweifacher Hinsicht auf die Vermittlung von Gegenwartskunst abzielt. Dies ist bereits einige Male hervorragend gelungen.

Für das Jahr 2008 hat die Jury das Neue Museum Weserburg in Bremen ausgewählt. Dort wird das Werk des französischen Videokünstlers und Hochschullehrers Jean-François Guiton gezeigt werden.

Der erste Kunstpreis des Kuratoriums ging im Jahr 2002 an das Städel Museum in Frankfurt, das dem vielseitigen Kunstprofessor Thomas Bayrle eine beachtete Werkschau ermöglichte. Im Jahr 2004 gab die Kunsthalle Düsseldorf einen Einblick in das umfassende Ouevre von Fritz Schwegler, dessen Schüler zum Teil zu Weltruhm gelangt sind. Der Kunstpreis 2006 ging an die Galerie Neue Meister in Dresden für ihr langjähriges Engagement für die Kunst der Gegenwart. Das Haus widmete dem Schaffen des Künstlers und Hochschullehrers Martin Honert eine Werkschau, die auf außergewöhnlich großes Publikumsinteresse stieß.

Mehr zum Thema: Interview mit Verena Auffermann.